{"id":138,"date":"2020-02-16T17:16:01","date_gmt":"2020-02-16T16:16:01","guid":{"rendered":"http:\/\/aprs.at\/?p=138"},"modified":"2020-02-23T17:31:25","modified_gmt":"2020-02-23T16:31:25","slug":"lora-aprs-via-qo-100-oe3dmb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aprs.at\/index.php\/2020\/02\/16\/lora-aprs-via-qo-100-oe3dmb\/","title":{"rendered":"LoRa-APRS via QO-100  OE3DMB"},"content":{"rendered":"\n<p> Mobilbetrieb \u00fcber den geostation\u00e4ren Satelliten Es\u2019hail-2<br><br> <\/p>\n\n\n\n<p>LoRa-APRS via\nQO-100<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>1.&nbsp; Beginn\nund Linkbudget<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Am 14. Februar 2019 wurde der erste\ngeostation\u00e4re Satellit mit Amateurfunknutzlast offiziell f\u00fcr den allgemeinen\nFunkbetrieb freigegeben. Schon zwei Tage zuvor erfolgte die Freigabe der\nTransponder zu Testzwecken. Bereits am darauffolgenden Abend war ich als einer\nder ersten \u00f6sterreichischen Funkamateure auf dem Schmalband-Transponder QRV. Zu\ndiesem Zeitpunkt war der Aufbau meiner Uplink-Station noch sehr experimentell.\nMein FT-817 \u00fcber ein D\u00e4mpfungsglied an einen Mischer angeschlossen, welcher den\nLO von einem Frequenzgenerator erhielt. Die 2,4 GHz Ausgangsseite \u00fcber ein\nBandpassfilter gelegt, weiter \u00fcber eine Endstufe an die Uplinkantenne (WLAN-Gitterspiegel)\nund schon konnten die ersten QSOs gefahren werden. Von Beginn an faszinierte\nmich, wie wenig Leistung n\u00f6tig war um den Satelliten zu arbeiten. So konnte ein\nCW Signal noch vernommen werden, wenn ich nur 1 W effektive Strahlungsleistung\nin linearer Polarisation verwendete. Da die Empfangsantenne am Satelliten\nzirkular polarisiert ist, w\u00e4re also nur 0,5 W Strahlungsleistung mit einer\nebensolchen Antenne n\u00f6tig. Am oben beschriebenen Gitterspiegel entsprach dies\ngerade mal einer Antenneneingangsleistung von ca. 13 Milliwatt. Es zeigte sich\nalso, dass der Satellit durchaus eine Spielwiese f\u00fcr Kleinleistungsanwendungen\nwerden k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenig\nsp\u00e4ter, genauer gesagt bei einem Flohmarktbesuch als mich Om Wolfgang, OE3WHU\nauf die Idee brachte, packte mich der Ehrgeiz selbst einen Transverter f\u00fcr das\n13 cm Band zu konstruieren und zu bauen. So vergingen einige Monate mit Konzept\n\u00fcberlegen, ver\u00e4ndern, Versuche anstellen, wieder etwas ver\u00e4ndern, Material\nbeschaffen auf diversen Flohm\u00e4rkten und im Internet bis dann im November mein\nTransverter endlich fertig war.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/aprs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/1-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-139\" srcset=\"https:\/\/aprs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/1-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/aprs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/1-300x169.jpg 300w, https:\/\/aprs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/1-768x432.jpg 768w, https:\/\/aprs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/1.jpg 1359w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Bild 1: Transverter vom 70cm Band auf das 13cm\nBand<br><\/p>\n\n\n\n<p>Parallel\nzur Entwicklung und zum Aufbau des Transverters begann ich mich mit der Frage\nzu besch\u00e4ftigen, ob es nicht m\u00f6glich w\u00e4re mit 20 W Sendeleistung Mobilbetrieb\n\u00fcber QO-100 zu machen. Speziell interessierte mich die Frage, ob man mit\nLoRa-APRS \u00fcber Satellit nicht eine europaweite (und dar\u00fcber nat\u00fcrlich noch\nhinausgehende) Abdeckung zus\u00e4tzlich zum terrestrischen LoRa-APRS Netz schaffen\nk\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Grundlage f\u00fcr diese \u00dcberlegung war ein\n\u00fcberschlagsm\u00e4\u00dfig berechnetes Linkbudget. Dazu habe ich einige Messungen\ndurchgef\u00fchrt. Mit ca. 600 W effektiver Strahlungsleistung (EIRP) im Uplink\nerreichte ich ein SNR von 18 dB in einer Aufl\u00f6sungsbandbreite von 1 kHz. Unter\nBer\u00fccksichtigung der LoRa Bandbreite von 125 kHz (derzeit verwendete\nKonfiguration f\u00fcr LoRa-APRS) und dem damit verbundenen Anstieg des Rauschpegels\num ziemlich genau 21 dB, sowie der LoRa Empfindlichkeitsgrenze von -20 dB SNR,\nebenfalls bezogen auf die LoRa-APRS Konfiguration, w\u00fcrde also mindestens eine\neffektive Strahlungsleistung von 12 Watt ben\u00f6tigt werden. Unter Annahme eines\nAntennengewinns von etwa 0 dBi in 34 Grad Elevation (mehr habe ich einem\nSperrtopfdipol vor der Simulation mit EZNEC, welche sp\u00e4ter noch beschrieben\nwird, nicht zugetraut) w\u00e4re also 20W Ausgangsleistung mit nicht allzu viel\nKabeld\u00e4mpfung gerade ausreichend um meine LoRa-APRS Aussendungen \u00fcber QO-100 zu\nbringen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2.&nbsp; Aufbau\ndes Sendeger\u00e4tes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zum\nZwecke der Erprobung dieser \u00dcberlegungen erhielt der Transverter neben einem\nFunkger\u00e4teanschluss, an dem mit bis zu 1 W Eingangsleistung auf 70 cm\ngearbeitet werden kann, auch einen Low-Level Eingang der mit ca. 10 dBm\nVollaussteuerung des Transverters realisiert. Da der Transverter selbst nur\nmaximal 4 W Ausgangsleistung liefern kann und mir diese Leistung aufgrund des\nLinkbudgets zu gering erschien um tats\u00e4chlich im Mobilbetrieb mit einer\neinfachen Rundstrahlantenne das Signal \u00fcber den Satelliten zu bringen, habe ich\nmir die bereits vielfach verwendete 13 cm Endstufe von sg-labs zugelegt, welche\nmit 0,5 W Steuerleistung eine Ausgangsleistung von 20 W liefert.<\/p>\n\n\n\n<p>Der\nfertige Transverterkasten besteht nun also aus einem Anschluss f\u00fcr das 70 cm\nFunkger\u00e4t, welches sowohl in Sende- als auch Empfangsrichtung funktioniert (f\u00fcr\nden terrestrischen Betrieb zum Beispiel im Kontest oder auch via dem 13 cm\nRelais am Wienerberg OE1XKU), einem Anschluss f\u00fcr einen Transmitter mit sehr\nkleiner Leistung unter 10 mW, einem Lokaloszillatoreingang und dem 2,4 GHz\nAusgang.<\/p>\n\n\n\n<p>Komponenten\nim Inneren: Ein Zirkulator (Flohmarktware, dient mir in Senderichtung als\nD\u00e4mpfungsglied und l\u00e4sst in Empfangsrichtung durch), ein Combiner f\u00fcr den\nFunkger\u00e4te- und Low-Level Eingang, Sendemischer, SAW-Filter, Verst\u00e4rkerstufen\nund WLAN-Endstufe sind die Komponenten in Senderichtung. In Empfangsrichtung\nhabe ich die WLAN Endstufe derart modifiziert, dass ich das Empfangssignal \u00fcber\neinen eigenen SMA-Anschluss herausf\u00fchre, dem Empfangsmischer zuf\u00fchre und \u00fcber\nden Zirkulator in Durchgangsrichtung das 70 cm Signal zum Funkger\u00e4t wieder\nauskopple. Der LO wird \u00fcber einen Puffer-Verst\u00e4rker und einen Teiler gef\u00fchrt,\nvon wo das LO-Signal sowohl dem Sende- als auch Empfangsmischer zugef\u00fchrt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben der bereits beschriebenen\nModifikation der WLAN-Endstufe um den eigenen RX-Ausgang habe ich diese auch\nnoch in der Umschaltung modifiziert, also verlangsamt, damit ein sauberes SSB\nSignal gesendet werden kann und auch das PTT Signal hochohmig auf den\nHF-Ausgang gekoppelt, damit die abgesetzt betriebene Endstufe \u00fcber die\nKoaxleitung ferngesteuert geschalten werden kann.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Damit\nwar die Konfiguration f\u00fcr den mobilen LoRa-APRS Transmitter fertig:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"575\" src=\"https:\/\/aprs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/2-1024x575.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-140\" srcset=\"https:\/\/aprs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/2-1024x575.jpg 1024w, https:\/\/aprs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/2-300x168.jpg 300w, https:\/\/aprs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/2-768x431.jpg 768w, https:\/\/aprs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/2.jpg 1359w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Bild 2: LoRa-APRS Ausr\u00fcstung zur Aussendung auf\n2,4 GHz<\/p>\n\n\n\n<p>Zur\nErkl\u00e4rung des Bildes: Links ist die eingebaute Endstufe hinter dem K\u00fchlk\u00f6rper\nversteckt, weiters im Geh\u00e4use ein DC\/DC-Wandler von KFZ Bordnetz auf 28 V und\nBias-T zum Abgriff der Steuerspannung zur PTT Umschaltung durch den Transverter\n\u00fcber das Koaxkabel. Auf dem Transverter rechts im Bild liegt links der\nLoRa-APRS Tracker und rechts davon der RF Signal Generator welcher die\nLO-Frequenz zum Hochmischen auf 2,4 GHz erzeugt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3.&nbsp;\nAntennenanlage<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bevor es nun in den Satellitenbetrieb ging, habe\nich erst einmal das Konzept terrestrisch auf 2,4 GHz getestet. Dazu habe ich\ndie recht lange Rundstrahlantenne, welche laut Internetangaben 12 dBi Gewinn\nhaben soll, diese liegt im obigen Foto zwischen Transverter und Endstufe, auf\neinem Magnetfu\u00df (alles aus dem Bereich der WLAN-Bastelgemeinde) verwendet um\nmeine Signale daheim mit einem zweiten 2,4 GHz Transverter wieder auf 70 cm zu\nwandeln und meinem LoRa Empfangsgateway zuzuf\u00fchren. Die Empfangsantenne daheim\nwar in diesem Fall eine Panel-Antenne, welche auf das 13 cm FM Relais am\nWienerberg ausgerichtet ist, welches ja auch in meiner Obhut ist. Damit konnten\nmeine Signale vom s\u00fcdlichen Wiener Stadtrand bis nach Hause in M\u00fcnchendorf \u00fcber\netwa 15 km Entfernung empfangen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>LoRa auf 2,4 GHz war also gegl\u00fcckt. Nun ging es\ndaran den Satellitenbetrieb zu realisieren. Hierf\u00fcr ist nat\u00fcrlich eine ganz\nandere Antenne n\u00f6tig als f\u00fcr den terrestrischen Betrieb. W\u00e4hrend ich f\u00fcr\nterrestrischen Betrieb eine absichtlich stark in der Ebene b\u00fcndelnde Antenne\nverwendete, um m\u00f6glichst viel effektive Strahlungsleistung vom Sender zum\nEmpf\u00e4nger ohne Elevation zu bringen, muss die Antenne f\u00fcr Satellitenbetrieb\nnat\u00fcrlich eher nach oben als in der Ebene strahlen. In unseren Breiten betr\u00e4gt\nder Elevationswinkel zu QO-100 etwa 34\u00b0. Eine einfache Sperrtopfantenne \u00fcber\neiner gro\u00dfen Massefl\u00e4che (Autodach), strahlt einen nicht unbetr\u00e4chtlichen\nAnteil relativ steil ab und erschien mir daf\u00fcr eine gute L\u00f6sung. Auch hier\nwurde ich wieder im WLAN Bereich f\u00fcndig und so schraubte ich diese kleine WLAN\nAntenne auf den Magnetfu\u00df anstelle der langen vertikalen Antenne, wie auf dem\nFoto auf der Folgeseite zu sehen.<br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"697\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/aprs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/3-697x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-141\" srcset=\"https:\/\/aprs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/3-697x1024.jpg 697w, https:\/\/aprs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/3-204x300.jpg 204w, https:\/\/aprs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/3.jpg 705w\" sizes=\"auto, (max-width: 697px) 100vw, 697px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p> Bild 3: kleine WLAN Antenne auf dem Magnetfu\u00df am Autodach <\/p>\n\n\n\n\n\n<p>Damit konnte es nun also losgehen. Meine ersten Versuche machte ich noch \u00fcber den Schmalbandtransponder, da dieser h\u00f6here Signalpegel bzw. Signal-\/Rauschabst\u00e4nde liefert, zumindest an meiner relativ kleinen 60cm Offset-Empfangsantenne. Die ersten Versuche zeigten ein recht interessantes Verhalten. Auf dem Foto ist es nicht gut zu erkennen, aber die Magnetfu\u00dfantenne steht nicht in der Mitte des Autodaches. Dies ist dem recht kurzen Koaxkabel geschuldet, welches ich jedoch absichtlich genommen habe, um nicht zu hohe Kabeld\u00e4mpfung in mein Sendesystem zu bringen. Schon das ca. 1,5 m lange Kabel hat bereits 3 dB D\u00e4mpfung, also kommt ohnehin nur noch die H\u00e4lfte der erzeugten Leistung tats\u00e4chlich an die Antenne.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Es zeigte sich, dass in Fahrtrichtung Norden\nbzw. Westen die Signale deutlich besser ankamen als wenn ich Richtung S\u00fcden\noder Osten fuhr. Da die Antenne links, hinten auf dem Autodach platziert ist,\nalso deutlich mehr Massefl\u00e4che in Abstrahlrichtung vorhanden ist, wenn ich\nRichtung S\u00fcden oder Osten fahre, erwartete ich in diese Richtungen eher bessere\nErgebnisse. Genau das Gegenteil war aber der Fall. Bei Fahrtrichtung Norden\noder Westen erzielte ich LoRa-SNR Angaben von rund -15dB. In den anderen\nFahrtrichtungen jedoch lagen die SNR-Werte selten \u00fcber -20 dB bzw. wurden oft\nPakete gar nicht mehr dekodiert, da das SNR schon zu schlecht war. Da ein\nAutodach nat\u00fcrlich niemals komplett flach ist, hatte die Antenne aufgrund ihrer\nnicht dachmittigen Position auch einen Tilt-Winkel von etwa 3 Grad sowohl nach\nLinks als auch nach Hinten. In diese Richtungen war also die Elevation von der\nAntenne aus betrachtet um etwa 6 Grad gr\u00f6\u00dfer als in die Gegenrichtung. Wiederum\nwar ich \u00fcberrascht, dass bei h\u00f6heren Elevationswinkeln die Abstrahlung offenbar\nbesser funktionierte als bei kleineren Elevationswinkeln.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Um\ndiesen Effekt besser zu verstehen versuchte ich die Antennenkonfiguration mit\nEZNEC zu simulieren. Sehr vereinfacht war mein EZNEC Modell ein Halbwellendipol\nmit 6 cm L\u00e4nge und dem Phasenzentrum 7 cm \u00fcber einer unendlichen Massefl\u00e4che\nangeordnet. Dabei ergab sich folgendes Simulationsergebnis:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"999\" height=\"951\" src=\"https:\/\/aprs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/4-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-149\" srcset=\"https:\/\/aprs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/4-1.jpg 999w, https:\/\/aprs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/4-1-300x286.jpg 300w, https:\/\/aprs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/4-1-768x731.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Bild 4:  Strahlungsdiagramm der Simulation in EZNEC<\/p>\n\n\n\n<p>In Bild\n4 ist der Marker bei 31\u00b0 Elevation gesetzt. Dies entspricht der Abstrahlung\n\u00fcber die gr\u00f6\u00dfere Massefl\u00e4che mit der um 3\u00b0 nach Hinten geneigten Antenne.\nHierbei sieht man, dass bei h\u00f6heren Elevationswinkeln deutlich besser\nabgestrahlt wird. Der Marker bei 31 Grad liegt ca. 5 dB niedriger als der\nGewinn bei 37 Grad Elevation betr\u00e4gt. Dies entspricht sehr genau dem\npraktischen Ergebnis, welches ich zuvor beschrieben habe.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun begann ich die Antennenkonfiguration in\nEZNEC zu ver\u00e4ndern, um bessere Charakteristik in den ben\u00f6tigten\nElevationswinkeln zu erreichen. Obiges Diagramm zeigt den h\u00f6chsten Gewinn\n(abgesehen von der Abstrahlung in der Ebene) bei knapp \u00fcber 45 Grad. Diese\nElevation w\u00fcrde man in S\u00fcditalien ben\u00f6tigen, nicht jedoch bei uns in\n\u00d6sterreich. Wie bereits oben beschrieben ist die Elevation bei uns etwa 34\nGrad. Wie zu erwarten sinkt der Elevationswinkel f\u00fcr die beste Abstrahlung mit steigender\nAntennenh\u00f6he \u00fcber der Massefl\u00e4che. In der Simulation zeigte sich, dass eine um\n3cm erh\u00f6hte Antennenmontage optimale Ergebnisse liefern w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun\nsuchte ich nach M\u00f6glichkeiten, die Antennenh\u00f6he \u00fcber dem Autodach zu\nvergr\u00f6\u00dfern. Am Einfachsten erschien es mir zwei Adapter zwischen die Antenne\nund den Fu\u00df zu schrauben. Das Ergebnis war eine um 2,5 cm \u201eh\u00f6hergelegte\u201c\nAntenne. W\u00e4hrend Autoschrauber gerne Ihre Fahrzeuge tiefer legen, mache ich das\nGegenteil mit meiner Antenne hi.<br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"743\" src=\"https:\/\/aprs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/5-1024x743.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-143\" srcset=\"https:\/\/aprs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/5-1024x743.jpg 1024w, https:\/\/aprs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/5-300x218.jpg 300w, https:\/\/aprs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/5-768x558.jpg 768w, https:\/\/aprs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/5.jpg 1361w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Bild 5: Antenne mit 2 Adaptern um 2,5 cm erh\u00f6ht<\/p>\n\n\n\n<p>2,5 cm Erh\u00f6hung ist zwar nahe an der optimalen\nKonfiguration, jedoch wollte ich es genau wissen und habe auch diese\nKonfiguration wieder mit EZNEC simuliert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"947\" height=\"816\" src=\"https:\/\/aprs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/6.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-144\" srcset=\"https:\/\/aprs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/6.jpg 947w, https:\/\/aprs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/6-300x259.jpg 300w, https:\/\/aprs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/6-768x662.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Bild 6: Simulation der um 2,5 cm \u201eh\u00f6hergelegten\u201c\nAntenne<br><\/p>\n\n\n\n<p>In der\nSimulation zeigte sich, dass nun bei 37 Grad Elevation der Maximale Gewinn\nerreicht wird, bei 31 Grad Elevation jedoch nur ca. 1 dB weniger. Absolut liegt\nder Gewinn der h\u00f6heren Antenne in der Simulation nun bei 37 Grad um ca. 4 dB\nh\u00f6her als bei der Originalkonfiguration, bei 31 Grad sogar um fast 9 dB h\u00f6her\nals zuvor.<\/p>\n\n\n\n<p>In der\nPraxis zeigte sich, dass diese Werte nicht ganz erreicht werden, das Autodach\nist doch keine unendlich gro\u00dfe Massefl\u00e4che, trotzdem waren nun in Fahrtrichtung\nNorden und Westen -12 dB SNR drinnen, also 3 dB mehr als vor der Anhebung der\nAntenne und auch in Fahrtrichtung Osten und S\u00fcden nur etwa 1 bis 2 dB weniger\nals in die Gegenrichtung. Alles in allem passte die Simulation sehr gut mit der\nPraxis zusammen und die Ver\u00e4nderung der Antenne war ein voller Erfolg.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>4.&nbsp;\nErgebnisse im praktischen Betrieb<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Da der\nSchmalbandtransponder, wie der Name schon sagt, nicht f\u00fcr breitbandige\nAnwendungen vorgesehen ist und auch zu betriebsstarken Zeiten (beispielsweise\nSamstag am Nachmittag) der Radio Signal Strength Indicator (RSSI) meiner\nEmpfangsstation aufgrund des belebten Transponders anstieg und damit mein SNR\nsank, war der n\u00e4chste Schritt auf den Breitbandtransponder zu wechseln.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Uplinkfrequenz w\u00e4hlte ich folgenderma\u00dfen:<\/p>\n\n\n\n<p>433,775 MHz (LoRa-APRS 70cm Frequenz) + 1967,800\nMHz (Lokaloszillator) = 2401,575 MHz.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Downlinkfrequenz am Breitbandtransponder\nergab sich damit zu 10491,075 MHz.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit\nlag ich am untersten Ende des Transponderpassbandes und sozusagen im Guardband\nder 2 MS\/s DVB-S2 DATV Bake des Satelliten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die\nErgebnisse waren wie erwartet um etwa 3 dB schlechtere SNR Werte, jedoch immer\nnoch v\u00f6llig ausreichend f\u00fcr den Praxisbetrieb.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"842\" height=\"683\" src=\"https:\/\/aprs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/7.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-145\" srcset=\"https:\/\/aprs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/7.jpg 842w, https:\/\/aprs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/7-300x243.jpg 300w, https:\/\/aprs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/7-768x623.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Bild 7: APRS Spur via QO-100 bei der Heimfahrt vom Semmering nach M\u00fcnchendorf<br><\/p>\n\n\n\n<p>Bei\nfreier Sicht zum Himmel (Autobahn- bzw. \u00dcberlandfahrt in ebenem Gel\u00e4nde) wird\nnahezu jedes ausgesendete Paket empfangen und dargestellt. Auf der S6 in der\nN\u00e4he des Semmerings, wo man auch teilweise im Tal zwischen markanten Erhebungen\nf\u00e4hrt, ist man recht oft abgeschattet in Richtung S\u00fcden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"587\" src=\"https:\/\/aprs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/8-1024x587.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-146\" srcset=\"https:\/\/aprs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/8-1024x587.jpg 1024w, https:\/\/aprs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/8-300x172.jpg 300w, https:\/\/aprs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/8-768x440.jpg 768w, https:\/\/aprs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/8.jpg 1361w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Bild 8: APRS Spur innerst\u00e4dtisch<\/p>\n\n\n\n<p>Selbst innerst\u00e4dtisch ist die Coverage\nbrauchbar. Sehr sch\u00f6n sieht man, dass in Stra\u00dfenz\u00fcgen, welche nach S\u00fcden offen\nsind, die Positionen zuverl\u00e4ssig abgesetzt werden k\u00f6nnen, w\u00e4hrend dies bei\nStra\u00dfen in Ost-West Ausrichtung nur sehr selten der Fall ist, weil man\nklarerweise die meiste Zeit durch H\u00e4user abgeschattet ist.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcbrigens\nlie\u00df ich es mir auch nicht nehmen einmal mein FT-817 an den zweiten Eingang des\nTransverters anzuschlie\u00dfen, um den Versuch zu wagen in der gleichen\nAntennenkonfiguration ein SSB-QSO \u00fcber den Schmalbandtransponder zu f\u00fchren.\nTats\u00e4chlich gelang mir im Standmobilbetrieb ein QSO mit einer deutschen\nStation. Mein Signal war zwar nur ganz knapp \u00fcber dem Rauschen und\ndementsprechend schwer zu vernehmen, aber f\u00fcr Mobilbetrieb war das schon ein\nwirklich tolles Ergebnis. F\u00fcr den Downlink w\u00e4hlte ich in diesem Fall den WEB-SDR\nam Smartphone. Witzigerweise begann dabei meine Aussendung auf 2,4 GHz im\nUplink zu QO-100 (mal vom FT-817 auf 70 cm abgesehen, dessen Signal ja nicht\nabgestrahlt wurde) und endete auch wieder auf 2,4 GHz bei der \u00dcbertragung vom\nSmartphone zur Bluetooth Freisprecheinrichtung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>5.&nbsp; Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Alles in\nAllem zeigte mein Versuch, dass LoRa-APRS \u00fcber QO-100 mit relativ einfachen\nMitteln realisierbar ist. Ich m\u00f6chte jedoch festhalten, dass ich weder plane\neine permanente Bodenstation f\u00fcr den Empfang zu installieren, noch mit meinem\nobigen Berechnungsbeispiel eine Frequenz f\u00fcr diese Anwendung definieren m\u00f6chte.\nSollte mein Versuch tats\u00e4chlich in einen permanenten Use-Case m\u00fcnden (was mich\nsehr freuen und ehren w\u00fcrde und ich mir f\u00fcr diverse Situationen wo eine terrestrische\nNetzabdeckung nicht realisierbar ist, auch als sehr n\u00fctzlich vorstellen k\u00f6nnte)\nm\u00fcsste dies nat\u00fcrlich in Abstimmung mit dem Satellitenbetreiber geschehen,\ndamit ein 125 kHz Frequenzsegment f\u00fcr diese Anwendung reserviert werden k\u00f6nnte.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Mit besten 73 de Andreas, OE3DMB<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Mit besten Dank an OE3DMB<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mobilbetrieb \u00fcber den geostation\u00e4ren Satelliten Es\u2019hail-2 LoRa-APRS via QO-100 1.&nbsp; Beginn und Linkbudget Am 14. Februar 2019 wurde der erste geostation\u00e4re Satellit mit Amateurfunknutzlast offiziell f\u00fcr den allgemeinen Funkbetrieb freigegeben. Schon zwei Tage zuvor erfolgte die Freigabe der Transponder zu Testzwecken. 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